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Datum: 05/19/2012
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Wir sind eine teilstationäre Einrichtung der Kinder und - Jugendhilfe. Hilfeart und Rechtsgrundlagen beziehen sich auf  die gesetzlichen Leistungen nach § 32 oder § 32,35a SGB VIII.

Neben der heilpädagogischen und therapeutischen Förderung von belasteten Kindern und Jugendlichen liegt unser besonderer Fokus auf der Einbeziehung systemischer Einflussfaktoren. Eine enge Zusammenarbeit und Kooperation mit Eltern, Schule und weiteren Helfersystemen ist die Voraussetzung für eine positive Entwicklung.

Sowohl eine gründliche Diagnostik, vorrangig durch externe Stellen, als auch klare und überprüfbare Zielvorgaben sind Grundlagen unserer fachlichen Arbeit.

Besonders am Herzen liegt uns eine wertschätzende und ressourcenorientierte Haltung gegenüber unseren Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien.

Auf dem Hintergrund einer notwendigen Flexibilisierung und einer veränderten Belegungspraxis der Jugendämter hat die HPT St. Josef einen strukturellen Rahmen entwickelt, der kleinere und effizientere Behandlungseinheiten sowie eine Belegung von zwei bis fünf Anwesenheitstagen ermöglicht.

Übrigens sind wir seit September 1995 in den Räumen des ehemaligen Kinderheimes St. Josef, ein fester Bestandteil des Jugendhilfeangebotes Kaufbeurens und des Landkreises Ostallgäu.

Für September 2010 planen wir die Eröffnung einer HPT Vorschulgruppe für Kinder von vier Jahren bis zum Schulalter.

 

Indikation

Für Kinder und Jugendlichen mit Verhaltens- und gravierenden Leistungsproblemen, emotionalen Belastungen, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität, Entwicklungsverzögerungen sowie Belastungen im familiären Umfeld.

 

Angebotsschwerpunkte

In zwei Entwicklungsbereichen werden die Kinder Jugendlichen vom Eintreffen nach Schulschluss, bis um 14.00 betreut und gefördert.

Aufarbeitende Gespräche, Aktionen im Werkraum und in der Turnhalle, gelenktes Freispiel und das gemeinsame Mittagessen bestimmt diese Sequenz.

Um 14.00 beginnen unsere Lernwelten mit jeweils 4-5 Kindern und ihrem Bezugspädagogen.

Inhaltliche Schwerpunkte sind die Erledigung der Hausaufgaben, zusätzliche Strukturierung und Förderung des Lernverhaltens, Reflektionsgespräche, Entspannungssequenzen und das Einnehmen der Brotzeit.

Ab 16.00 beginnen für alle, die für sie zugedachten Behandlungsmodule. Die Einteilung orientiert sich an diagnostischen Kriterien und den Kategorien Ressourcenaufbau und Symptomreduzierung. Die Module umfassen die Bereiche Kreativität, Werkstatt, Konfliktlösung, Lernförderung, Bewegung und  Sport, Selbstwahrnehmung und Selbstregulierung. Ergo- und Logotherapie werden extern aufgesucht.

An vier Tagen in der Woche arbeitet unser psychologischer Fachdienst intensiv in einzeltherapeutischen Sitzungen.( 50 Min.) Es kommen verhaltens- und gesprächstherapeutische Verfahren sowie ein spezielles AD(H)S Training zur Anwendung.

Die Elternarbeit gliedert sich in Gespräche, Elterntrainings und Hausbesuche. Die Mitarbeiter des Fachdienstes und erfahrene Pädagogen mit entsprechenden Fortbildungen haben ihre festgelegten Verantwortungsbereiche und Zielsetzungen.

 

Reflektion und Evaluation

Diese beiden Bereiche der Fallarbeit sind die Basis unseres pädagogischen Handelns und eines der entscheidenden Qualitätsmerkmale mit folgenden Themenbereichen:

- Seit 2002 nehmen wir mit gutem Erfolg an der Evaluationsstudie für erzieherische Hilfen, ( EVAS )  des Instituts für Kinder –Jugendhilfe in Mainz  teil

- Zusätzliche Wochenauswertung der Erziehungsziele nach einer normierten Skala

- Kundenbefragungen und Beginn eines QM Prozesses.

- Monatliche Fallsupervision und wöchentliche Teams

- Enge Vernetzung der Fallarbeit zwischen Leitung, psychologischem Fachdienst, Pädagogen, dem externen Supervisor sowie dem zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes.

- Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiter auf den für die heilpädagogisch/ therapeutische Arbeit relevanten Gebieten.

 

 

 



Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V.
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