Musiktherapie
Jeder Mensch trägt seine Musik, seinen Rhythmus, sein Tempo, seinen Klang in sich.
Manchmal fehlen Worte oder reichen nicht mehr aus, um Gefühle, Erlebtes und auch körperliche Erfahrungen auszudrücken.
Und genau hier setzt die Musiktherapie an.
Musik als eine Möglichkeit, um Zugang zu diesen verdeckten, verdrängten, unaussprechbaren Erlebnissen zu schaffen, damit sie fühlbar und bewusst werden, um sie dadurch einer ‚Heilung’ zuzuführen. Heilung jedoch nicht verstanden als Symptomfreiheit, sondern als Rückgewinnung von Energien und Kraft, als ein Aufspüren von Ressourcen, um mit bestehenden Situationen umgehen zu können. (zit. nach Fritz Hegi)
Dazu braucht es eben keinerlei musikalische Vorkenntnisse, denn es gibt keinen unmusikalischen Menschen.
Im aktiven musikalischen Tun, der Improvisation wird die Musik daher zum Medium, zum Träger von Botschaften. Sie wird verbindendes Element und lässt Dialoge, Beziehungen entstehen.
Über das Ausagieren kann eine ‚reinigende Wirkung’ erzielt werden (Katharsis).
Daneben gibt es noch Formen der rezeptiven Musiktherapie (Hören/Erleben von Musik) und der Musiktransposition (Umsetzen von Musik in z.B. Bewegung, Zeichnung).
Dem Begleiter kommt im musiktherapeutischen Prozess die Aufgabe eines Dolmetschers zu. Es gilt, die musikalischen Botschaften in Worte/Bilder zu übersetzen, Resonanzkörper zu sein- musikalisch zu antworten, mitzuklingen und immer wieder einen tragenden Klangteppich aufzubauen..